PROtocolumby Mirrar WorksResearch

Wissenschaft entsteht nicht erst im Ergebnis.

PROtocolum Research wird als Research OS gedacht: eine Arbeitsumgebung für wissenschaftliche Entwicklung, über Domänen und Methoden hinweg.

Fiktive Revision · Konzeptbild, kein Produktscreenshot
Entwurf A / Frage

Wie nutzen Teams gemeinsame Notizen?

Quelle Q / Einordnung

Ein fiktiver Beitrag unterscheidet Lesen und gemeinsames Überarbeiten.

Entscheidung / Begründung

Beide Nutzungsweisen getrennt betrachten, weil sie unterschiedliche Zusammenarbeit beschreiben.

Entwurf B / nach Rückmeldung

Die Frage auf Übergaben eingrenzen. Die breitere Frage bleibt als verworfener Weg sichtbar.

Auch eine alternative Abzweigung oder die Rückkehr zu Entwurf A bleibt denkbar.

Redaktioneller Arbeitsstand · Claim und typografisches Zeichen sind Vorschläge im Brand-Architecture-Prototyp.

Konzeptionelle Richtung

Nachvollziehbarkeit standardisieren. Wissenschaftliches Denken offenhalten.

Die Arbeit hinter der Arbeit.

Wie verändert sich eine Fragestellung? Welche Quelle wurde wie eingeordnet? Warum wurde eine Methode gewählt? Research richtet den Blick auf den Entstehungsprozess wissenschaftlicher Arbeiten und die Begründungen darin.

PROtocolum standardisiert Nachvollziehbarkeit, nicht wissenschaftliches Denken. Forschungsprozesse dürfen verzweigen, ruhen, zurückkehren und frühere Annahmen revidieren.

Was „GitHub for Science“ meint.

In der Softwareentwicklung macht GitHub unter anderem Versionen, Änderungen und Zusammenarbeit nachvollziehbar. Die Idee für Research ist, auch wissenschaftliche Arbeiten mit ihrer Entwicklung lesbar und fortführbar zu machen.

Eine fertige Arbeit wäre damit nicht nur ein einzelnes Dokument: Ausgewählte frühere Fassungen, Rückmeldungen und Entscheidungen könnten zeigen, wie sie entstanden ist – und wo andere weiterarbeiten können.

Verzweigt und revidierbar

Ein neuer Gedanke darf den Weg verändern.

  • Fragestellungen

    Entwicklung, Präzisierung und veränderte Annahmen.

  • Quellen

    Herkunft, fachliche Einordnung und unterschiedliche Lesarten.

  • Methodische Entscheidungen

    Wahl, Begründung und Grenzen des Vorgehens.

  • Revisionen und Rückmeldungen

    Überarbeitungen und verworfene Wege als Teil der Entwicklung.

  • Versionen und Zusammenarbeit

    Beiträge, unterschiedliche Stände und verständliche Übergaben.

Diese Perspektiven hängen zusammen. Sie bilden keine vorgeschriebene Reihenfolge.

Zugeordnete Bereiche · konzeptionell

Verschiedene Räume für wissenschaftliche Arbeit.

Die Bereiche beschreiben fachliche Zwecke innerhalb von Research. Sie stehen nicht für eine bereits fertige Suite von Anwendungen.

01 / Studio

Arbeit entwickeln und überarbeiten.

Gedanken, Fragestellungen und Entwürfe sollen sich strukturieren und gemeinsam überarbeiten lassen. Die Entstehung einer Arbeit bleibt neben ihrem jeweiligen Stand lesbar.

Fiktive ArbeitssituationEin Entwurf wird nach Rückmeldung verändert. Die frühere Fassung und der Grund für die Änderung bleiben zuordenbar.

02 / Guide

Methodische Orientierung mit Spielraum.

Methodische Möglichkeiten, Voraussetzungen und Begründungen sollen besprechbar werden. Unterschiedliche Vorgehensweisen bleiben möglich; fachliches Urteil bestimmt die Auswahl.

Fiktive ArbeitssituationZwei methodische Wege werden gegenübergestellt. Die Entscheidung hält fest, welcher zur Frage passt und welche Grenzen bleiben.

03 / Academy

Wissenschaftliches Arbeiten gemeinsam lernen.

Lernen, Lehren und Reflexion sollen am Entstehungsprozess ansetzen. Rückmeldungen können sichtbar machen, wie Fragen präziser und Begründungen tragfähiger werden.

Fiktive ArbeitssituationEine Lerngruppe reflektiert ausgewählte Revisionen eines fiktiven Forschungsentwurfs und die Entscheidungen dahinter.

04 / Commons

Bewusst teilen. Aufeinander aufbauen.

Bewusst freigegebene Arbeiten und ausgewählte Entwicklungsverläufe sollen für wissenschaftlichen Austausch zugänglich werden. Andere können an Ideen und Begründungen anknüpfen.

Fiktive ArbeitssituationEin Team gibt eine Arbeit samt ausgewählten Entscheidungsnotizen frei. Nicht freigegebene Inhalte bleiben außerhalb dieses Austauschs.

Commons ist wissenschaftlicher Austausch. Peer-Support in Care ist ein eigener sozialer Kontext. Private Therapieinhalte werden nicht automatisch weitergegeben oder hier veröffentlicht.

05 / Science Graph

Beziehungen nachvollziehbar machen.

Quellen, Beiträge, Versionen und Forschungsobjekte sollen in ihren Beziehungen verständlich werden: Was bezieht sich worauf, was wurde verändert und wo entsteht eine neue Verbindung?

Fiktive ArbeitssituationEine Quelleninterpretation wird mit einem Entwurf und seiner späteren Revision verbunden. Die Beziehung lässt sich fachlich einordnen.

Vertiefung · konzeptionelle Architektur

Ein kleiner Kern für Nachvollziehbarkeit. Fachliche Vielfalt darüber.

Diese Ebene ist für Leser:innen gedacht, die verstehen möchten, wie Research unterschiedliche wissenschaftliche Arbeitsweisen tragen könnte, ohne sie auf einen Universalprozess zu reduzieren.

Wie Research strukturiert werden kannArchitektur öffnen

Universelles Substrat

Provenienz, Revision und Beziehung.

Der Kern beantwortet: Was geschah mit welchem Forschungsobjekt, durch wen, wann und in Beziehung wozu?
  • ResearchWorkspace
  • ResearchObject
  • ResearchRevision
  • ResearchActivity
  • Agent
  • RelationAssertion
  • SnapshotBundle
01

Semantic Research Vocabulary

Gemeinsame Begriffe für Beziehungen, Herkunft, Beiträge und Revisionen – ohne eine Fachdisziplin zur Norm zu machen.

02

Method Packs

Methodenspezifische Strukturen, Annahmen, Entscheidungspunkte und Dokumentationsbedarfe.

03

Domain Profiles

Disziplinäre Semantik, Rollen und fachliche Kontexte, die oberhalb des gemeinsamen Nachvollziehbarkeitskerns liegen.

HORIZON · Architektur als Entwicklungsrichtung

Eine breite Vision. Fachlich konkrete Konfigurationen.

RESQUE im Zusammenhang

RESQUE ist eine spezialisierte Forschungskonfiguration. Seine studienspezifischen Abläufe definieren nicht die gesamte Research-Vision. Andere Domänen und Methoden sollen eigene Vorgehensweisen behalten können.

Was dieser Stand aussagt

Die domänenübergreifende Architektur ist eine Entwicklungsrichtung. Für Research und seine Bereiche liegt hier kein pauschal bestätigter Implementierungsstand vor; daraus folgt weder eine öffentliche Verfügbarkeit noch die Aussage, dass keine Bestandteile implementiert sind.

Es gibt keine verbindliche Terminplanung für diese Vision. Fachliche Kooperation soll helfen, konkrete Arbeitsweisen und Übergaben zu verstehen.

Mirrar Works in PROtocolum.

Die gemeinsame Haltung, produktspezifisch übersetzt.

Mirrar Works zeigt sich in PROtocolum als Aufmerksamkeit für Entstehung, Veränderung und das gemeinsame Weiterarbeiten – in eigenständigen fachlichen Räumen.

Wahrnehmen, bevor gestaltet wird

Der konkrete therapeutische oder wissenschaftliche Prozess bestimmt, welche Unterstützung sinnvoll ist.

Werkzeuge passen sich der Arbeit an; sie schreiben keinen allgemeingültigen Ablauf vor.

Kontext bleibt Teil des Inhalts

Erfahrungen und Erkenntnisse werden mit ihrem Anlass, ihrer Einordnung und ihren Veränderungen verständlich.

Ein einzelner Eintrag ersetzt weder eine Person noch eine wissenschaftliche Begründung.

Urteilskraft und Weitergabe bleiben menschlich

Menschen entscheiden über fachliche Bedeutung, nächste Schritte und bewusstes Teilen.

Gemeinsame Infrastruktur begründet keine automatische Datenweitergabe zwischen Care und Research.

Anknüpfen wird praktisch

Eine Frage erneut besprechen oder eine Entscheidung revidieren: Zusammenhang soll konkrete Arbeit ermöglichen.

Auch eine Pause oder ein verworfener Weg kann zum Prozess gehören.

PROtocolum Research

Wissenschaftliche Arbeit gemeinsam weiterdenken.

Kooperation besprechen